Flächenverbinder

Veröffentlicht: Montag, 18. September 2006
Geschrieben von Michael Wick
(Basteltipp von Dr. Topspeed, vulgo Rolf Pietschmann)


Halloallemiteinander, hier spricht Dr. Topspeed!

Dies ist mein erster Basteltipp!
Er beschäftigt sich mit dem Ersetzen von Stahl-Flächenverbinder durch wesentlich leichtere Verbinder aus Aluminium-Kohlefaser. Die in ersten Bild links liegenden 4 Verbinder aus Stahl wiegen zusammen 70g und gehören zu einem Elektrosegler mit 270cm Spannweite. Die rechts davon liegenden Alu-KF Teile wiegen nur 18g! Die gesparten 52g entsprechen in diesem Fall einer ganzen 2400mAh-Zelle!
Frage: Wie kommt die Faser in das Röhrchen?
Antwort: Ganz einfach!
 
Image 1.) Alurohr ablängen (ca.10mm länger als schlußendlich erforderlich), gegebenenfalls vorher Abwinkeln (Bild a).
2.) Ein Ende des Aluröhrchens trompetenförmig Aufweiten z.B. mit spitzem Körner.
3.) Kohlefaser-Roving um 2 Nägel wickeln ...
 
...bis die Strangstärke ungefähr dem Innendurchmesser des Röhrchens entspricht. Image

 
Image 4.) Schnur durch das Röhrchen ziehen, durch den Kohlefaserstrang fädeln und wieder zurück durch das Röhrchen führen.
5.) Strang versuchsweise trocken einziehen. Dieser muß leicht durchzuziehen sein!
6.) Strang wieder bis auf ca. 1 Zentimeter zurückziehen.
 
7.) Harz anrühren und Strang gut durchtränken. Image
 
Image 8.) Getränkten Strang komplett durchziehen.
 
Auf der Einzugsseite des Röhrchens quillt dann das überschüssige Harz raus. Image
 
Image 9.) Zeit für ein Bier, Harz trocknen lassen.
 
10.) Aluröhrchen auf Endmaß ablängen. Image
 
Image Kanten brechen und säubern. Fertig.
 
Falls alles gut gegangen ist, sieht der Querschnitt dann ungefähr so aus. (Hier mit einer Fehlstelle, besser ist natürlich ein komplett ausgefüllter Querschnitt.) Image
 

Text, Bilder: Rolf Pietschmann

Gewindeschneidvorrichtung

Veröffentlicht: Montag, 18. September 2006
Geschrieben von Michael Wick
(Basteltipp von Helmut Wick.)
Für Gabelköpfe,Kugelgelenke und sonstige Ruderanlenkungen wird oftmals ein Gewinde auf einem 2 mm Eisendraht benötigt. Ganz einfach geht das mit einlötbaren Gewindebuchsen. Der wahre Tüftler will aber sein Gestänge profimässig in der exakt benötigten Länge vorne und hinten mit aufgeschnittenem Gewinde hergestellt sehen.
 
Image Das geht nach manchmal mehreren Anläufen mittels Schneideisenhalter und gutem Augenmaß...
 
...wesentlich einfacher und fast schon im Akkord kann man aber mit der folgenden Vorrichtung Gewinde auf Stangen schneiden:
An dem Kauf der Schneideisen kommt man nicht vorbei. Der Schneideisenhalter aus einem Aluminiumreststück wurde mit einer 10mm Durchgangsbohrung versehen und zur Aufnahme der Schneideisen entsprechend ausgedreht. Die Stahlachse die zum Einspannen in das Bohrfutter des Reitstocks gedacht ist und den Halter beim Gewindeschneiden führt war mal eine lange M10 Sechskantschraube. Zum Schluß sind noch die drei Gewinde für die Feststellschrauben anzubringen.
Image

 
Image Der Halter wird beim Gewindeschneiden von der Stange im Bohrfutter genau geführt. Schmieren nicht vergessen und wenn´s kritisch wird einfach loslassen, dann dreht sich die Vorrichtung mit, ohne dass etwas abreißt. Das Ganze gibt's natürlich auch in Profiqualität fertig für entsprechend € im Werkzeughandel zu kaufen, muss aber für den Hausgebrauch nicht sein.
 
Das Ergebnis einmal mit herkömmlichem Schneideisenhalter aufgeschnitten... Image
 
Image ...und zum Vergleich mit der Vorrichtung bei der nicht einmal eine Fase zum Ansetzen des Schneideisens an der Stange erforderlich war.
Da macht Gewindeschneiden fast schon süchtig ;-)

Düsennadeleinstellung

Veröffentlicht: Montag, 18. September 2006
Geschrieben von Michael Wick
Voraussetzung: Düsennadel mit entsprechender Aufnahmebohrung,
erforderliches Material: Spaxschraube mit langem gewindelosen Schaft.

Manchmal soll die Düsennadel optisch unsichtbar im Flugmodellrumpf eingebaut werden. Nur eine kleine Bohrung darf zum Einstellen mit dem Schraubenzieher vorhanden sein. Damit man den Düsennadelschlitz ohne Sichtkontakt trotzdem mittig trifft und das Gemisch bei laufendem Motor ohne abzurutschen einstellen kann habe ich mir eine praktische "Vorrichtung" gebastelt.

(Basteltipp von Helmut Wick.)
Image Man spannt einfach eine abgedrehte Kreuzschlitzschraube (SPAX) in die Düsennadelaufnahme.
 
Damit man die (hochfeste) Schraube ohne Beschädigung des Drehbankfutters spannen kann sollte der gewindefreie Schraubenhals möglichst lange sein. Das Gewinde wird abgesägt... Image
 
Image ...und der Schraubenkopf mit dem zylindrischen Hals eingespannt, sodaß für den Drehmeißel noch genügend Bearbeitungsspielraum verbleibt. Erst wird der Schraubenkopf auf den kleinstmöglichen Durchmesser abgedreht und dann der Hals auf das erforderliche Maß (bei mir waren es 1,9mm ) gebracht. Umgekehrt kann man es auch machen, aber nur wenn man noch eine Ersatzschraube hat die man dann doch besser in der angegebenen Reihenfolge bearbeitet ;-)
 
Das hochfeste Material und die auf ein Minimum reduzierte Schraubenkopfmasse sorgen dafür dass durch die Motorvibrationen weder die Düsennadel geschädigt wird noch der nur 1,9mm dicke Schraubenkopfhals beim Gemischeinstellen bricht. Image
 
Image Selbst mit einem normalen Schlitzschraubenzieher trifft man den Kreuzschlitz ziemlich sicher.

Minisäge

Veröffentlicht: Montag, 18. September 2006
Geschrieben von Michael Wick
(Basteltipp von Helmut Wick.)
Image Aus Sägeblättern für Dekupiersägen (die mit dem Querstift am Anfang und Ende), Reststücken von Bandsägeblättern oder Teilstücken abgebrochener Handsägeblätter kann man praktische kleine Handsägen anfertigen.
 
Ein 4 oder 5mm Stahldrahtstück wird ähnlich wie im Bild dargestellt gebogen (sollte mal ein Bugfahrwerk werden), vorne und hinten geschlitzt, für die Querstifte des Sägeblattes etwas eingefeilt und auf Sägeblattspannung justiert: Fertig.
Image
 
Image
Ein geschlitzter Holzstab mit eingeklebtem oder eingebundenem Sägeblattreststück hilft bei Arbeiten in schwer zugänglichen Flugzeugrümpfen (evtl.Sägeblatt spitz zuschleifen wenn´s mal ganz eng wird).
 
Säge im Einsatz
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Text, Bilder: Helmut Wick

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